RKW 2017 Zinnowitz, Montag, 28.8. Miteinander zum Geschenk

Der Wetterbericht verspricht Kaiserwetter. Ein schönes Geburtstagsgeschenk für Philipp. Beim Morgengebet an unserem LandArtKreuz im Kiefernhügel nahe des Spielplatzes sind die Kids echt müde drauf und kaum zu ermuntern, die Sonnenstrahlen und das Vogelgezwitscher in sich aufzunehmen. Beim Frühstück klappt das schon besser. Gut gesättigt und guten Muts geht´s in die Botenrunde und die fünf Pakete schaffen wieder fünf Gruppen, die sich über die Geheimnisse unseres Glaubens austauschen. Eine Gruppe hat die Glaubensbekenntnisse in der evangelischen und katholischen Kirche am Wickel und suche die Gemeinsamkeit und den Unterschied. Wir glauben an den einen Gott, wir glauben an die eine unübertroffene Selbstoffenbarung in Jesus Christus in Tod und Auferstehung. Er erzählt uns durch sein Leben die Liebe Gottes. Wir versuchen dieses Geheimnis in der Kirche und ihren Strukturen durch die Generationen zu tragen und zu vermitteln. Da gibt es verschiedene Mitteilungsstruckturen. Luther hat vor 500 Jahren eine Reformation und ein Nachdenken angestoßen, das bis heute wirkt und viele positive Kräfte freisetzt. Dennoch gibt es auch eine Geschichte der Trennung der Kirchen. Die kompatibel und versöhnlich zu machen ist noch ein Weg. Wir sind da dran. Nach dem Mittag (Es gab Nudeln und Sauce Bolognese und Kirsch-Jogurt.) gings zum Stadtspiel. Wir begannen in der evangelischen Kirche von Zinnowitz. 1309 wird die Zinnowitzer Kapelle schon als Marienwallfahrtsort erwähnt. Es gibt die Lichterprozession zum Dreikönigsfest. In Erinnerung an den Sternenhimmel und die darin staunenswerte, erlebbare Unendlichkeit des Himmels, war bei den Christen hier auf der Insel der Brauch entstanden, den Heiligen Dreikönigen den Weg zur Mutter Gottes und dem Jesuskind zu leuchten. Diese Lichterprozessionen sind urkundlich belegt und zeugen vom Glauben der Vorfahren hier auf der Insel, die selbst die Krumminer Zisterzienserinnen beeindruckt hat, deren Besitz die Insel war. Auf diesen Fundamenten ist durch eine Schenkung Friedrich des II. die heutige neogotische Kirche mit ihrem weitsichtbaren Turm entstanden. In vielen kleinen einzelnen Schritten ist sie restauriert und wir waren drin. Die Vollkommenheit des neogotischen Raums und die viele kleinen ausdrucksvollen Details konnten wir nicht alle in uns aufnehmen, denn die Stadtspielgruppen wurden nach unserem Gotteslob eingeteilt. Und auf gings in sechs Gruppen durch die Stadt mit vielen Aufgaben brachte alle an die Seebrücke und von da gings diesmal am Strand zurück. Für die Badelustigen war ein Bad im Sonnenschein und der warmen Ostsee möglich. Nach dem Abendbrot war Backen und Lagerfeuer, Stockbrot und Marshmellows am Stock angesagt. Das Abendgebet am Feuer war besinnlich und brachte alle gesegnet zu Bett. Gute Nacht lieber Gott. Hab dank für den schönen Tag.

RKW 2017 Montag Zinnowitz